Europäischer Freiwilligendienst

Was ist der Europäische Freiwilligendienst?

Du machst mit, weil du es willst.

Mit dem Europäischen Freiwilligendienst können sich junge Leute als Freiwillige für 3 Wochen (für sog. "benachteiligte" Jugendliche) bis 12 Monaten in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland engagieren - nicht als Arbeitnehmer*in, nicht als professionelle*r Erzieher*in oder Betreuer*in, sondern als Freiwillige*r auf Taschengeldbasis und auf begrenzte Zeit. Geboten wird die Möglichkeit, ein anderes Land, andere Kulturen, meist eine andere Sprache intensiv kennenzulernen und vor allem ganz viel über dich selber.
Für die Zeit deines Aufenthaltes im Ausland erhältst du ein Taschengeld (ca. 150€), dessen Höhe von Land zu Land variiert, freie Unterkunft und Verpflegung, dazu einen Sprachkurs, ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr und natürlich die Reisekosten in die Ferne und zurück. Eine Rundumversicherung gibt die nötige Sicherheit.
In manchen Fällen wird ein EFD im Rahmen eines Vorpraktikums von den Hochschulen anerkannt.

Übrigens: Das Kindergeld läuft in der Zeit weiter.

Weiterführender Link: www.go4europe.de

Erlebnisbericht von Christian aus Portugal

"Okay, zwei Monate sind (fast) rum. Zeit, endlich mal eine Zwischenbilanz zu ziehen und zu berichten. Ich versuche mal, in aller Kürze das Wichtigste zu übermitteln. Vorneweg, wir hatten vor zwei Wochen das On-Arrival-Training in Lissabon, und neben dem (üblichen?), tolle Leute kennen gelernt, großartige Zeit zusammen gehabt etc., Hat mir das echt eine volle Ladung Energie für mein Projekt und die nächsten vier Monate mitgegeben. War ein voller Erfolg, sozusagen..

Ich hatte dieses große Glück das Projekt für mein Land, meine Zeit und (eine) meine(r) Wunschsta(e)dt(e) zu bekommen. Das On-Arrival-Training hat gezeigt, dass ich noch um einiges mehr "lucky" war. Das Volunteerdepartment (ja, es gibt eines, und ja, sie sind alle supernett, und ja, sie kümmern sich rührselig um uns..) arbeitet erste Sahne. Supergroßartige Organisation und ich habe die Ansprechpartner die ich brauche, fast rund um die Uhr (wenn es mal wirklich sein muss..). In Lisboa habe ich von Projekten gehört, in denen die Volontäre ihr Taschengeld nicht bekommen, (wirklich zu!!) unterfordert sind, und generell Chaos herrscht. Hier absolut nicht. Im Gegenteil, ich habe die Leute und den Ort nach den zwei Monaten schon ziemlich ins Herz geschlossen. Ja, genau das! ;)

Kurz zu unseren Aktivitäten, das Projekt sieht vor, dass wir die Möglichkeit haben, in allen Facetten der Institution zu arbeiten, naja "zu volunteeren". Grober Umriss: die Organisation setzt sich zusamman aus (Therapie-) Zentrum, Farm, und Residenzen ("Wohnheimen"?) für die Klienten.

Die ersten sechs Wochen haben wir damit zugebracht alles zu sehen (Milliarden von Aktivitäten..), alles supernice, war aber auch anstrengend, weil letztlich nicht kontinuierlich und "sprunghaft", weil wir nie mit dem Kopf an einem Ort gebliebne sind. Daneben hatten wir aber immer unseren wöchentlichen "Stundenplan", den wir am Freitag zuvor mit allen Aktivitäten für die kommende Woche in die Hand bekommen haben und wir waren somit nie im "Unwissen". Freitags haben wir ausserdem immer das Meeting mit Mentor, etc. im Volunteerdepartment, können also die Woche reflektieren und alle Bedenken loswerden etc.. Daneben sehen wir unsere Tutoren sowieso täglich. Kurze Aufzählung der Aktivitäten: Hipotherapie, Kindergarten, Berufsausbildung, Kunst aller Art, Musiksessions, Grundschule, Theater, Sport, Sport, Sport, und vieles mehr, in vielen Facetten.."